Das Nördlinger Ries
Fast kreisrunde Ebene in einem alten Meteoritenkrater an der Grenze von Bayern und Baden-Württemberg, aus deren Mitte die ummauerte Stadt Nördlingen aufragt.
Das Nördlinger Ries ist ein rund 20 Kilometer weites, fruchtbares Becken im Grenzraum zwischen Bayerisch-Schwaben und Baden-Württemberg, das durch einen Meteoriteneinschlag vor etwa 15 Millionen Jahren entstand. Der bewaldete Kraterrand ist bis heute als Höhenzug im Übergang zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb erkennbar. Im Inneren liegt flaches Ackerland, in dessen Mitte die von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umschlossene Altstadt von Nördlingen steht. Wander- und Radwege verbinden die Ortschaften über die weite, offene Ebene.
Was ihr euch anschauen solltet — meine Auswahl.
Nördlinger Stadtmauer
Die einzige vollständig erhaltene und rundum begehbare Stadtmauer Deutschlands — knapp drei Kilometer mit elf Türmen und fünf Toren.
Der Daniel
Der 90 Meter hohe Turm der St.-Georgs-Kirche, gebaut aus Suevit-Kratergestein; oben ruft der Türmer noch heute sein „So, G'sell, so".
Rieskrater-Museum
Erklärt den Asteroideneinschlag anschaulich — inklusive eines echten Mondsteins der NASA.
Geopark-Ries-Wege
Wanderwege über den Kraterrand mit Blick über die runde Ebene, vorbei an Geotopen wie den Ofnethöhlen.
Wallerstein
Der freistehende Felsen mit Aussichtsplattform und das fürstliche Residenzschloss am nördlichen Kraterrand.